Von Hamburg in die Welt

Die Fotografin Leonore Mau

bis 23. April 2017


Leben und Werk der Fotografin Leonore Mau (1916-2013), deren Arbeiten in Zeitungen und Zeitschriften wie GEO, Spiegel, ZEIT und Stern abgedruckt wurden, sind durch ihre unablässigen Reisen geprägt. Nach einer gemeinsamen Brasilien-Reise mit dem Schriftsteller Hubert Fichte, waren es vor allem die religiösen Rituale in der Karibik, in Lateinamerika und in Afrika, die sie faszinierten.

Ausgangspunkt ihrer fotografischen Arbeit war aber stets Hamburg: Hier kauft sie ihre erste Leica und trifft ihren Reise- und Lebensgefährten Hubert Fichte, porträtiert dessen personelles Wirkungsumfeld, dokumentiert die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren und fotografiert für einen Film den Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters. Hier entsteht auch ihre letzte Serie enigmatischer Stillleben mit dem Titel Fata Morgana.

Die Ausstellung Von Hamburg in die Welt, in der anlässlich des 100. Geburtstages der Fotografin ein wichtiger Teil ihres Schaffens aus den Jahren zwischen 1960 und 1985 zu sehen ist, wird somit zu einer soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annähernd die halbe Welt umfasst.



Bildergalerie

Leonore mau  palais d'amour  hamburg  1975  %c2%a9 nachlass leonore mau  s. fischer stiftungLeonore mau. o.t. 1964Leonore mau. sozialhelfer pr%c3%bcfen unter polizeischutz. 1969Leonore mau  trance bei einer maria lionza zeremonie  venezuela  1977  %c2%a9 nachlass leonore mau  s. fischer stiftungLeonore mau  trance im fluss  grenada  1978  nachlass leonore mau  s. fischer stiftungLeonore mau. o.t. 1956Leonore mau. o.t. 1962Leonore mau. o. t.


Katalog

Leonore Mau. Porträts

»Denn die Fotografie ist das Auftreten meiner selbst als eines anderen: eine durchtriebene Dissoziation des Bewusstseins von Identität.« (Roland Barthes) Die Gegenüberstellung und Serialisierung von fotografischen Porträts produziert Ähnlichkeiten und Wechselseitigkeiten, die zu einer Lektüre von Abbild zu Abbild einladen. Durch das Œuvre der Fotografin Leonore Mau [1916 – 2013] zieht sich die Frage nach dem fotografischen Porträt wie ein roter Faden. In diesem Fotoband stehen neben Künstlern und Intellektuellen Konterfeis synkretistischer Priester und ihrer in Trance verfallenen Gemeinden in New York, Brasilien, Venezuela, Trinidad und Grenada. Maskierte Karnevalisten in Haiti stehen neben bebrillten Schriftstellern.

Eine Edition der Martha Pulvermacher Stiftung und Verlag Brinkmann & Bose

96 S., Gb., 75 Abb., vierfarbiger Druck, 30 Euro. ISBN 978-3-940048-29-5

Brinkmann & Bose
Leuschnerdamm 13
10999 Berlin